Wenn die Tage kürzer werden und die Blätter sich bunt färben, gibt es in der Küche nichts Besseres als ein wärmendes, herzhaftes Schmorgericht. Heute habe ich eine ganz besondere Geschmacksexplosion für euch: Ein vegetarisches Gulasch aus nussigem Hokkaido-Kürbis und zarten Maronen – verfeinert mit herben, knusprigen Kakaonibs!
Die Kakaonibs verleihen der dunklen Paprika-Sauce eine tiefe, fast schokoladig-rauchige Note, während die samtige Crème fraîche und goldbraun angebratene Spätzle das Gericht zum ultimativen Seelenfutter machen.
Auf einen Blick
Zubereitungszeit: ca. 55 Minuten
Portionen: 4 Personen
Schwierigkeitsgrad: einfach bis mittel
Nährwerte pro Portion: ca. 599 kcal | 13 g Eiweiß | 30 g Fett | 74 g Kohlenhydrate (5,2 BE)
Die Zutaten
Für das Gulasch:
160 g Zwiebeln
2 rote Chilischoten
1 kg Hokkaido-Kürbis
200 g gegarte Maronen (vakuumiert)
5 EL Bratolivenöl (aufgeteilt: 3 EL fürs Gulasch, 2 EL für die Spätzle)
2 Knoblauchzehen
3 EL Paprikamark (alternativ Tomatenmark)
2 EL dunkler Balsamico-Essig
40 g Kakaonibs
600 ml Gemüsebrühe
2 Prisen Zucker
2 TL Paprikapulver edelsüß
Salz & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1–2 EL frisch gepresster Zitronensaft
Für Beilage & Garnitur:
500 g Spätzle (frisch aus dem Kühlregal)
½ Bund glatte Petersilie (ca. 10 g)
150 g Crème fraîche
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
1. Schnippeln & Vorbereiten
Zuerst die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden. Die Chilis gründlich waschen, längs halbieren (wer es weniger scharf mag, entfernt die Kerne und Scheidewände) und fein hacken. Den Hokkaido-Kürbis gründlich abwaschen – da die Schale mitgegessen werden kann, muss er nicht geschält werden. Anschließend vierteln, die Fasern samt Kernen mit einem Löffel entfernen und das Fruchtfleisch in ca. 2,5 cm große Würfel schneiden. Die vorgegarten Maronen grob mit dem Messer zerkleinern.
2. Gulasch ansetzen & köcheln lassen
Erhitzt 3 EL Bratolivenöl in einem ausreichend großen Schmortopf. Zwiebeln und Chilis hineingeben und unter gelegentlichem Wenden bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 5 Minuten kräftig anbraten. In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen schälen, fein würfeln, dazugeben und für 1 Minute mitschwitzen.
Nun das Paprikamark einrühren und kurz anrösten, bis es herrlich duftet. Das Ganze mit dem dunklen Balsamico-Essig ablöschen. Direkt im Anschluss die Kürbiswürfel, Maronen und Kakaonibs hinzufügen und alles mit der heißen Gemüsebrühe aufgießen. Mit 2 Prisen Zucker, edelsüßem Paprikapulver, ¼ TL Salz und 1 Prise Pfeffer würzen. Einmal aufkochen lassen, den Deckel auflegen und bei mittlerer Hitze für 25–30 Minuten sanft schmoren, bis der Kürbis butterweich gegart ist.
3. Spätzle braten & Finale
Während das Gulasch köchelt, die glatte Petersilie kalt abspülen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen.
Etwa 10 Minuten vor Ende der Garzeit die restlichen 2 EL Bratolivenöl in einer großen Bratpfanne erhitzen. Die Spätzle hineingeben und unter regelmäßigem Rühren nach Packungsanleitung braten, bis sie goldgelb und leicht knusprig sind.
Das fertige Gulasch vom Herd nehmen und mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer sowie 1–2 EL Zitronensaft abschmecken.
4. Anrichten & Genießen
Die knusprigen Spätzle auf vier tiefen Tellern verteilen, das aromatische Kürbis-Maronen-Gulasch darübergeben und jede Portion mit einem großzügigen Klecks kühler Crème fraîche sowie frischer Petersilie toppen. Guten Appetit!
Meine Tipps & Variationen
Vegan abwandeln: Greift einfach zu veganen Frischespätzle und ersetzt die Crème fraîche durch eine pflanzliche Frischkäse- oder Sauerrahm-Alternative (z. B. auf Mandelbasis). Rührt diese bei Bedarf mit 1–2 EL Wasser schön cremig.
Kürbis-Alternative: Wer keinen Kürbis zur Hand hat, kann das Gericht wunderbar mit geschälten und gewürfelten Süßkartoffeln zubereiten.
Andere Beilagen: Neben Spätzle harmonieren auch Bandnudeln, lockerer Reis oder frisch gebackenes, knuspriges Baguette ganz hervorragend mit der aromatischen Sauce.